03.09.2009
“Die Überfahrt haben wir fast überstanden. Die Nacht war weder lang,
noch erholsam, aber auf einer Fähre zu schlafen ist auf jeden Fall mal
was anderes. Heute Mittag treffen wir Stefano, bei dem wir die nächste
Nacht schlafen dürfen.”


“Endlich sind wir bei Stefano zu Hause angekommen [...]. Nach
einer Nacht auf der Fähre und noch einem halben Tag in Catania
(davon 2/3 am Bahnhof) war es wirklich an der Zeit für eine kalte
Dusche. [...] Stefano hatte uns geschrieben, dass er uns erst gegen
13 Uhr abholen kann, also dachten wir uns, dass wir die Stadt
schon mal auf eigene Faust erkunden. [...] Die Stadt scheint
wirklich groß zu sein, aber der Stadtkern ist überschaubar und
viel sauberer, als in Neapel.”
Nebenbei bemerkt, Stefano kam ungefähr 1 1/2 Stunden zu spät,
seine letzte sms vor seiner Ankunft: 15 min. my car is light blue
with 2 pink sausages on top. coming. Den Rest der Wartezeit
haben wir dann damit verbracht, uns sein Auto vorzustellen.
Letztendlich war es dann aber doch unspekatkulärer, als wir es
uns erhofft hatten.

“Stefano erzählte uns von seiner Vergangenheit (er hat ein Jahr
in London gelebt) und beschrieb uns den speziellen Stolz der
Sizilaner auf ihre Insel. Er wohnt zur Zeit in einem Haus außerhalb
von Catania, am Fuße des Etna. Von unserem Schlafzimmer aus
kann man die Spitze des Vulkans sehen. [...] Heute Abend wollen
wir noch ein mal in die Stadt fahren. Das Leben aus der Sicht eines
Einheimischen mitzubekommen, ist sicherlich interessanter, als
das normale Touristendasein.”

04.09.2009
“Nachdem wir uns Gestern Abend ein wenig ausgeruht und
zusammen mit den Hunden auf dem Balkon abgerockt haben
(Stefano spielt Bass!), sind wir gegen 20 Uhr zusammen mit
Stefano in die Innenstadt gefahren. Er hat eine kleine Führung
durch die Altstadt gemacht, anschließend waren wir sogenannte
Arancini und Impanata essen – gefüllte Teigtaschen, die entweder
gebacken oder fritiert werden. Nach dem Essen waren wir ein paar
Straßen weiter noch ein Bier trinken. [...] Als wir gingen, spielten
noch einige Bands in den Kneipen und die Leute trafen und unter-
hielten sich auf den Plätzen.”


“Mit einem Italiener Auto zu fahren ist wirklich aufregend. Besonders,
wenn man es eilig hat. Es wäre schon fast bewundernswert zu
beobachten, wie er sich durch den zähfließenden und chaotischen
Verkehr drängelt – wenn man nicht gleichzeitig Todesängste durch-
leben würde. Man wundert sich, dass nicht viel mehr Unfälle
passieren bei dieser Fahrweise. Itaiener müssen eigentlich wirklich
gute Autofahrer sein, sonst würden sie bei dieser chaotischen
Fahrweise viel häufiger Unfälle bauen. Seit 10:40 Uhr sitzen wir
jetzt im Zug nach Palermo und kommen voraussichtlich gegen halb
Vier an.”