Archiv für Oktober 2009

Paris II

12.09.2009
“Frohes neues Jahr! Gestern Abend war wirklich super lustig. Erst sind
wir zum Arc de Triomphe gegangen, waren danach noch überteuerte
Crêpes in einem Restaurant nahe des Eiffelturms essen und als es dann
dunkel wurde, haben wir uns an den Eiffelturm gesetzt. Dort bekamen
wir erst mal eine kostenlose Aufführung von zwei Feuerkünstlern zu
sehen. Die zwei Jungs waren wirklich lustig und haben eine gute Show
abgeliefert. Anschließend haben wir die erste von 2 Flaschen Prosecco
geköpft und mit Aperol gemixt. Nachdem wir die Flasche aber schon
nach 20 Minuten geleert hatten und es noch lange nicht Mitternacht
war, haben wir uns erst mal auf die Suche nach Nachschub gemacht.
In ganz Paris scheint es es keinen Kiosk zu geben. Schließlich sind wir
in einem kleinen italienischen Retsuarant gelandet, wo wir günstig Bier
bekommen haben, und noch eine Toilette dazu. Danach ging es zurück
unter den Eiffelturm, wo wir dann alles für Silvester vorbereitet haben:
Luftschlangen und Kameras ausgepackt, Tröten rausgeholt usw. Die
Sicherheitskräfte mit ihren Maschinengewehren, die hier überall
herumlaufen, haben nicht schlecht gestaunt.”

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“Um Null Uhr haben wir dann angefangen zu tröten, uns ein frohes
neues Jahr zu wünschen und die zweite Flasche Prosecco zu trinken.
Wir hatten echt ‘ne Menge Spaß, aber alle anderen müssen uns wohl
wirklich für verrückt gehalten haben. Ein paar Leute kamen auch zu
uns und fragten, was wir feiern, die meisten haben aber eher einen
große Bogen um uns gemacht. Sogar einer der Militärs kam zu uns
und wollte wissen, was wir machen, er hat es bis Heute vermutlich
nicht verstanden. Vielleicht stehen die auch überall wegen dem 11.09.
2001… Wir haben viele Fotos gemacht und herumgeblödelt. Als wir
schließlich zurück zum Hostel gefahren sind, mussten wir alle drei
so dringend auf Toilette, dass wir es kaum aushalten konnten. Wir
hatten echt unseren Spaß und Paris hält uns für verrückt! Nur Heute
aus dem Bett zu kommen, fiel uns echt schwer. Wenn die Zugver-
bindung es zulässt, fahren wir Heute noch weiter nach Brügge.”

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Paris I

10.09.2009
“Angekommen in Paris. Das Wetter ist, wie zu erwarten war, nicht mehr
so schön, wie es im Süden war. Ganz im Gegenteil, es ist richtig kühl und
außerdem regnet es auch noch. Man fühlt sich schon fast, wie Zuhause,
mal abgesehen von der Sprache. Die Fahrt im Nachtzug war einigermaßen
okay. [...] Jetzt sitzen wir in einem Café in der Nähe von Sacré-Cœur und
trinken Milchkaffee – ein richtiges Frühstück war uns zu teuer, das müssen
wir uns später noch im Supermarkt organisieren. Die Kellner sind echt
super nett und haben sich voll viel Zeit genommen, um für uns den Weg
zum Wäscheschiff herauszufinden. Der Name der Straße steht nämlich in
keiner unserer zahlreichen Karten”

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11.09.2009
“Gestern waren Katrin und ich auf dem Friedhof, auf dem Jim Morrison
und Oscar Wilde begraben sind. Wir haben bestimmt eine halbe Stunde
nach Morrisons Grab gesucht, bis wir es endlich entdeckt haben, daraufhin
haben wir Oscar Wilde dann gar nicht mehr in Angriff genommen. Aber
besonders der Rückweg zur nächsten Metrostation war äußerst lustig – wir
und unsere Lachattacken… Vorher waren wir noch bei Sacré-Cœur, den
schönen Ausblick genießen, und wir sind zum Wäscheschiff gelaufen, dem
früheren Atelier von Picasso, was Katrin unbedingt sehen wollte. Zum Glück
schien nach dem kleinen Regenschauer am Morgen auch bald wieder die
Sonne. Abends sind wir nach einem Glas Wein in unserer “Stammkneipe”
relativ früh ins Bett gegangen, um für Heute fit zu sein. [...] Heute Morgen,
kurz nach dem Frühstück, ist dann Kyle in unserem Hostel angekommen
und wir haben uns direkt auf den Weg zu den Katakomben gemacht, in
denen die Gebeine von tausenden Parisern liegen. Schon irgendwie ein
komisches Gefühl, zwischen den Knochen so vieler verstorbener Menschen
herumzugehen. Danach sind wir dann Richtung Louvre gegangen, haben
zu Mittag gegessen und sind dann erst mal wieder Richtung Hostel gefahren,
um unser neues Zimmer zu beziehen. Heute Abend wird unterm Eiffelturm
Silvester gefeiert!”

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Cannes

Yeah, we are sleeping in f***ing Cannes!
Wie haben das Glück zurückerobert.

09.09.2009
“Schönes Datum! Eigentlich wollten wir ja Heut Morgen extra früh
aufstehen, um am leeren Strand schwimmen zu gehen und danach
noch im Hotel duschen zu können. Aber natürlich haben wir es nicht
früh genug aus dem Bett geschafft. [...] Nach unserer Ankunft Gestern
haben wir ziemlich schnell ein Hotel gefunden, dass durchaus bezahlbar
war. Also haben wir unsere Sachen ins Zimmer gebracht und sind dann
erst mal die Promenade entlang gegangen, haben unsere Füße ins Wasser
gehalten und Fotos gemacht. Dann waren wir noch im Internetcafe und
haben jetzt hoffentlich ein Hostel für uns und Kyle in Paris gebucht.
Zurück am Strand, haben wir mit einem kühlen Dosenbier in den Händen
noch die Leute beobachtet und die schöne  Aussicht genossen.”

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“Heute hatten wir einen schön entspannten Tag am Strand. Nachdem wir
im Hotel unser selbstgekauftes Frühstück gegessen haben, sind wir erst
einmal mit unserem Gepäck zum Waschsalon gegangen. 10 Euro hat der
Spaß gekostet, so teuer war’s sonst noch nirgendwo! Anschließend wollten
wir unsere Rucksäcke eigentlich am Bahnhof einschließen, aber natürlich
hatte ausgerechnet Heute die Gepäckannahme geschlossen. Also sind wir
mit den Rucksäcken zum Strand spaziert und haben dort den halben Tag
verbracht. Endlich haben wir es mal geschafft, schwimmen zu gehen!
Und natürlich haben wir uns auch direkt ‘nen fetten Sonnenbrand geholt.
[...] Heute Nacht geht es dann mit dem Nachtzug weiter nach Paris. Ich
hoffe nur, dass wir dieses mal besser schlafen werden.”

Die Grenz-Erfahrung

“Was klar ist, und was nicht klar ist, ist völlig unklar.”

08.09.2009
“Wir werden vermutlich nie in Frankreich ankommen. Jetzt haben wir
schon einen halben Tag bis Savona gebraucht und sitzen nun noch zwei
weitere Stunden im Zug, bis wir endlich an der Grenz-Stadt Ventimiglia
ankommen. Wegen einem Brand auf der Strecke mussten wir zwischen-
durch den Zug wechseln und verpassen aus diesem Grund auch unseren
Anschluss nach Dijon. Vermutlich werden wir es Heute nur bis Nizza
schaffen. [...] Ich glaube langsam, uns hat dieser Handleser [in Mailand]
verflucht, seitdem läuft fast alles schief.”

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“Aber immerhin ist die Aussicht wunderschön. Wir fahren direkt an der
Küstenlinie entlang und nur wenige Meter trennen uns vom Meer.
Eigentlich bräuchten wir nur irgendwo aussteigen, und wir könnten sofort
ins Wasser springen. So gesehen wäre es sogar ganz schön, wenn wir die
nächste Nacht doch noch in einer Küstenstadt verbringen. Schließlich
waren wir auf unserer Reise noch kein einziges Mal schwimmen.”

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Mailand und Turin

07.09.2009
“Und schon wieder sitzen wir im Zug, dieses Mal heißt unser Reiseziel
Turin. Ursprünglich hat unsere Planung anders ausgesehen, wir wollten
direkt nach Dijon fahren, oder noch einen kurzen Zwischenstopp in Bern
einlegen. Da die Fahrt aber zu lang und zu teuer gewesen wäre, haben
wir unsere Route kurzfristig geändert. Der gestrige Tag in Milano war
eigentlich ganz schön. Dafür, dass wir nur einen Nachmittag Zeit hatten,
um die Stadt zu erkunden, haben wir wirklich viel gesehen. Mailand
macht einen sehr wohlhabenden und westlichen Eindruck. [...] Zuerst
ein mal sind wir zum Duomo gegangen und haben ihn uns von Innen
und von Oben angeschaut. Auf dem Dach ist es wirklich sehr schön,
schade nur, dass so viele Menschen gleichzeitig dort oben sind, so ging
die ganze Atmosphäre verloren. Ganz besonders dann, wenn man nach
einer halben Stunde Wartezeit in einem vollgestopften Aufzug, zusammen
mit einem turtelnden Pärchen wieder herunterfahren muss. Anschließend
sind wir noch bis zur Dämmerung durch die Stadt gelaufen, weil Katrin
ihr Bargeld ausgegangen ist und wir einen Bankautomat einer deutschen
Bank gesucht haben. Natürlich haben wir bis Jetzt noch keine Bank
gefunden und müssen unser Glück in Turin versuchen.”

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08.09.2009
“Nachdem wir Gestern in Turin angekommen sind, haben wir auf
Empfehlung der Touristeninformation erst mal bis 15 Uhr gewartet
und dann in der Jugendherberge angerufen. Dummerweise war diese
schon ausgebucht, also sind wir nach einigem Hin und Her zu dem
Hostel gefahren, dass wir uns schon in Mailand im Internet rausge-
sucht hatten. Vermutlich war das keine so gute Idee, da wir erstens
Stunden gebraucht haben, um dort hin zu kommen - der Bus, den wir
hätten nehmen müssen, fuhr nirgendwo ab – und zweitens stellte sich
heraus, Dass das Hostel in einem normalen Wohnhaus außerhalb der
Innenstadt, liegt. Die Zimmer waren mit Betten vollgestopft und die
Badezimmer sehr ungepflegt. Insgesamt machte das Teil nicht wirklich
einen Vertrauen erweckenden Eindruck, geschlafen habe ich aber trotz-
dem einigermaßen gut. Da wir aber zu faul waren, Abends noch mal in
die Stadt zurück zu fahren, waren wir nur noch kurz in der Nähe des
Hostels Pizza essen und haben uns dann mit einem Bier auf unseren
Balkon gesetzt und die Nachbarn beobachtet. Von Turin haben wir quasi
nichts gesehen. Gegen 8:30 Uhr Heute Morgen ging es dann wieder
Richtung Bahnhof. Es bleibt spannend.”

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“Yeah! Von Turin haben wir zwar kaum etwas gesehen, aber Heute Morgen
haben wir endlich Spritz getrunken – Wein (eigentlich Prosecco) mit ein
Bisschen Aperol gemischt. Schmeckt eigentlich echt ganz gut, nur sollte
man vermutlich nicht schon Morgens zu sich nehmen [sic!]. Aber da wir
jetzt eine extrem lange Zugfahrt vor uns haben, ist es vielleicht ganz gut,
leicht beschwippst zu sein. Eigentlich wollten wir ja Heute nach Dijon
weiter fahren, am Bahnschalter sagte uns der Typ dann aber, dass beide
Züge Richtung Chamberie bereits ausgebucht sind. Na toll, ausgerechnet
in Turin sitzen wir fest! Da wir nicht hier bleiben wollten, fahren wir jetzt
erst mal runter an die Küste, nach Ventimiglia, und von da aus über die
Grenze nach Frankreich.”

Durch die Nacht mit…

…Katrin und Sarah.

06.09.2009
“Letzte Nacht war wirklich die schlimmste unserer bisherigen Reise. Als
unser Zug in Messina ankam und wir unsere reservierten Plätze suchten,
stellte sich heraus, dass wir uns um einen Tag bei der Reservierung vertan
haben. In Wirklichkeit waren die Reservierungen schon für die vorherige
Nacht und so fuhren wir nun ohne gültiges Ticket im Nachtzug.  [...]
Wir saßen also, statt in einem Sechserabteil von Mitternacht bis kurz nach
6 Uhr Morgens auf provisorischen Klappsitzen im Gang und mussten
alle paar Minuten irgendwem Platz machen und unsere Rucksäcke vor
Dieben beschützen. An Schlaf war also nicht zu denken, auch wenn das
wegen dem Geräuschpegel im Zug eh kaum möglich gewesen wäre. Nach
ein paar Stunden kontrollierte uns dann aber ein zweiter Schaffner, der uns
zu sagen versuchte, dass wir ohne gültige Reservierung eigentlich gar nicht
mitfahren dürften. Da er aber kaum Englisch sprach und wir mehr oder
weniger aneinander vorbeiredeten, dauerte es einige Minuten bis Katrin ihn
soweit hatte, uns ohne Extrakosten weiterfahren zu lassen. Ich wäre dem
Kerl am Liebsten an die Gurgel gesprungen!”

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“Das Spannende  an dem Zug ist aber, dass er von Messina auf’s
Festland per Fähre übersetzt. Er wurde direkt von den Gleisen aus in
mehrere Teile zerteilt und nebeneinander in einem extra Deck des
Schiffes untergebracht. Ich glaube, ich habe vorher noch nie einen
Zug auf einem Schiff gesehen, geschweige denn in einem gesessen.”

Palermo

04.09.2009
“In Palermo angekommen, haben wir erst mal ziemlich lange gebraucht,
um unser Hostel zu finden. Die Touristeninfo am Bahnhof war, wie
auch schon in Catania, geschlossen, und so sind wir dann mit dem
Plan aus dem Reiseführer durch die Stadt geirrt. In dem stehen nämlich
leider nicht alle Straßennamen drin. [...] Heute Nachmittag konnten
wir noch einige Kirchen und Plätze anschauen. Einige Ecken der Stadt
haben mich sehr stark an Kuba erinnert. Oder so stelle ich mir jedenfalls
Kuba vor – viele schöne, heruntergekommene Häuser, Palmen auf den
Plätzen und in den Parks, viele Statuen und insgesamt ein pittoreskes
und farbenfrohes Stadtbild.”

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05.09.2009
“Nach dem Frühstück in einem der vielen Straßencafes sind wir Richtung
Süd-Ost gegangen, nachdem wir Gestern den westlichen Teil der Altstadt
erkundet haben. Nach ein paar wirklich prunkvoll verzierten Kirchen
sind wir schließlich im Museum für moderne Kunst gelandet. [...] Den
Nachmittag haben wir größtenteils damit verbracht, über die Märkte in
der Stadt zu gehen und nach einem Outfit für unsere Silvesterfeier zu
suchen. Die Suche blieb allerdings erfolglos.”

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“Ziemlich erschöpft sind wir dann zurück zu unserem Hostel gegangen
und haben dort unser Gepäck geholt. Zu Fuß sind wir zurück zum
Bahnhof und nun warten wir auf unseren Zug nach Messina. Heute
fahren wir die ganze Nacht durch, so schaffen wir es bis Morgen Früh
nach Mailand.”

Catania

03.09.2009
“Die Überfahrt haben wir fast überstanden. Die Nacht war weder lang,
noch erholsam, aber auf einer Fähre zu schlafen ist auf jeden Fall mal
was anderes. Heute Mittag treffen wir Stefano, bei dem wir die nächste
Nacht schlafen dürfen.”

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“Endlich sind wir bei Stefano zu Hause angekommen [...]. Nach
einer Nacht auf der Fähre und noch einem halben Tag in Catania
(davon 2/3 am Bahnhof) war es wirklich an der Zeit für eine kalte
Dusche. [...] Stefano hatte uns geschrieben, dass er uns erst gegen
13 Uhr abholen kann, also dachten wir uns, dass wir die Stadt
schon mal auf eigene Faust erkunden. [...] Die Stadt scheint
wirklich groß zu sein, aber der Stadtkern ist überschaubar und
viel sauberer, als in Neapel.”

Nebenbei bemerkt, Stefano kam ungefähr 1 1/2 Stunden zu spät,
seine letzte sms vor seiner Ankunft: 15 min. my car is light blue
with 2 pink sausages on top. coming. Den Rest der Wartezeit
haben wir dann damit verbracht, uns sein Auto vorzustellen.
Letztendlich war es dann aber doch unspekatkulärer, als wir es
uns erhofft hatten.

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“Stefano erzählte uns von seiner Vergangenheit (er hat ein Jahr
in London gelebt) und beschrieb uns den speziellen Stolz der
Sizilaner auf ihre Insel. Er wohnt zur Zeit in einem Haus außerhalb
von Catania, am Fuße des Etna. Von unserem Schlafzimmer aus
kann man die Spitze des Vulkans sehen. [...] Heute Abend wollen
wir noch ein mal in die Stadt fahren. Das Leben aus der Sicht eines
Einheimischen mitzubekommen, ist sicherlich interessanter, als
das normale Touristendasein.”

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04.09.2009
“Nachdem wir uns Gestern Abend ein wenig ausgeruht und
zusammen mit den Hunden auf dem Balkon abgerockt haben
(Stefano spielt Bass!), sind wir gegen 20 Uhr zusammen mit
Stefano in die Innenstadt gefahren. Er hat eine kleine Führung
durch die Altstadt gemacht, anschließend waren wir sogenannte
Arancini und Impanata essen – gefüllte Teigtaschen, die entweder
gebacken oder fritiert werden. Nach dem Essen waren wir ein paar
Straßen weiter noch ein Bier trinken. [...] Als wir gingen, spielten
noch einige Bands in den Kneipen und die Leute trafen und unter-
hielten sich auf den Plätzen.”

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“Mit einem Italiener Auto zu fahren ist wirklich aufregend. Besonders,
wenn man es eilig hat. Es wäre schon fast bewundernswert zu
beobachten, wie er sich durch den zähfließenden und chaotischen
Verkehr drängelt – wenn man nicht gleichzeitig Todesängste durch-
leben würde. Man wundert sich, dass nicht viel mehr Unfälle
passieren bei dieser Fahrweise. Itaiener müssen eigentlich wirklich
gute Autofahrer sein, sonst würden sie bei dieser chaotischen
Fahrweise viel häufiger Unfälle bauen. Seit 10:40 Uhr sitzen wir
jetzt im Zug nach Palermo und kommen voraussichtlich gegen halb
Vier an.”

Neapel

01.09.2009
“Neapel sieht bis jetzt ziemlich verwahrlost aus. Als wir Gestern
ankamen, haben wir uns erst mal über die Autofahrer gewundert.
Auf den Straßen herrscht ein einziges Verkehrschaos. Am Hostel
angekommen, haben wir dann festgestellt, dass die Umgebung
am Hafen auch nicht besonders einladend ist. Direkt vor unserem
Haus befindet sich der Transvestiten-Strich und am Hafen treiben
sich merkwürdige Gestalten herum. Außerdem stapelt sich der
Müll überall in der Stadt.”

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Pompei & Vesuv

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02.09.2009
“Ist echt lustig, dass sich unser Weg ständig mit Kyles Weg kreuzt.
Nachdem wir ihm geschrieben hatten, wie dreckig es hier ist, ist
er tatsächlich nach Neapel aufgebrochen, um es mit eigenen Augen
zu sehen. [...] Abends sind wir ins alte Stadtzentrum gegangen und
haben dort Pizza gegessen.”

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“Anschließend haben wir uns auf die Steine am Yachthafen gesetzt
und Bier getrunken. [...] Dann sind wir langsam zurück zum Hostel
gegangen und da Katrin Heute Geburtstag hat, hatte ich im Voraus
noch kleine Yes-Kuchen im Supermarkt gekauft und Kerzen von zu
Hause mitgebracht. Wir saßen also um Mitternacht mit ein paar
anderen Backpackern im Hostel-Frühstücksraum, haben Katrin ein
Ständchen gesungen, sie hat die Kerzen ausgeblasen und schwester-
lich die Törtchen verteilt.”

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“Nach dem Frühstück haben wir uns dann zum dritten Mal von
Kyle verabschiedet und sind noch ein mal in die Stadt gegangen.
Bei Tag haben wir noch einige freundlichere Ecken der Stadt
entdeckt und Mittags noch ein zweites Mal Pizza gegessen. [...]
Nachdem wir jetzt einiges von der Stadt gesehen haben, sind wir
zurück zum Hostel gegangen und versuchen hier, die Zeit zu
überbrücken, bis unsere Fähre geht. Gleich geht’s erst noch mal
Proviant kaufen und um 20 Uhr ist dann Abreise nach Sizilien.”

Rom

30.08.2009
“Mittlerweile sind wir in Rom angekommen und haben auch
schon eine kleine Tour durch die Stadt gemacht. [...] Danach
sind wir durch die Stadt, richtung Trevi Brunnen, gegangen und
haben direkt Kyle (den Amerikaner) wiedergetroffen. Wir haben
ihm Heute Morgen am Frühstückstisch noch erzählt, dass wir
Heute nach Rom weiterfahren und Scherze gemacht, dass wir ihn
vielleicht dort treffen.”

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31.08.2009
“Gestern Abend war noch richtig schön, wir haben uns bis halb
Zwei die Stadt angesehen, uns viel unterhalten und am Ende noch
Pizza gegessen und Franziskaner getrunken. [...] Allerdings hatten
wir wegen des langen Abends kaum Schlaf, da wir Heute schon
wieder früh aufgestanden sind, um uns den Vatikan anzusehen.”

Was soll ich sagen, der Vatikan hat sich in den letzten 5 Jahren
nicht großartig verändert. Aber Katrin und Gary (siehe Foto) hatten
jetzt auch mal die Gelegenheit, sich die Reichtümer der katholischen
Kirche anzusehen.

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